Vollständige Version anzeigen : Der Rand - wo geht er hin?
Michaels Traum
29.05.2008, 21:40
Hallo zusammen,
dachte mir es muß doch ein Thema geben was alle interessiert??, :) egal ob Tourist, Auswanderer, oder Lebender vor Ort in SA: DER Rand!
Nur meine bescheidene Meinung: es könnte spannend werden...warum?
die letzten 2 Tage waren sehr positiv für den Rand, intrady hat er sich gegen Euro UND US-Dollar ! sehr positiv in Szene gesetzt...das muß noch nicht die Wende sein, aber es ist schon erstaunlich wie er sich gegen beide : Währungen
in den 2 Tagen entwickelt hat.Das Ungewöhnliche daran ist, das der Rand auch gegen den Dollar zugelegt hat, obwohl dieser gegen den Euro ebenso in den letzten 2 Tagen gewonnen hat...
Sollte der Euro zum Rand unter seine Unterstützung 11,60 nachhaltig fallen,dann können wieder bessere Rand Zeiten anbrechen...das werden die nächsten Tage zeigen. Dollar -Rand-Unterstützung liegt im Bereich 7,45 sehr solide, aktuell 7,54.
Die augenblickliche -, seit 3 Tagen zu beobachtende Dollar Stärke gegenüber dem Euro, hängt mit zwei Faktoren zusammen:
Zum einen mit der Überlegung ,das die amerikanische FED alsbald aus Inflationssorgen heraus,die Zinsen gezwungen ist zu erhöhen, was eigentlich so gar nicht in die rezessiven Tendenzen passt.
Und außerdem hängt es mit den seit 3 Tagen rückläufigen Ölpreisen zusammen.Mich würde nicht wundern, wenn wir den Gipfel der Ölpreise bereits gesehen hätten...dann würde tendenziell der Dollar wieder steigen.Mir war die Tatsache das alle "Experten" quer Beet einer Meinung waren, das der Ölpreis demnächst auf 200,--Dollar steigen wird, ein klares Zeichen, das es so nicht kommt. Wenn es alle "wissen", dann kommt es meistens anders..:D
Sicherlich kommt begünstigend hinzu, das das Thema Einwanderungsproblematik und damit verbundene Ausschreítungen, sich immer relativen,und man sich einem anderen Thema zuwendet;)
Sollten die 11,60, respektive 7,45 gegebüber Rand halten, dann kann das allerdings auch die Basis sein, um von hier aus,die diesjährigen Höchstkusre erneut zu testen..., so nun könnt ihr es euch aussuchen...:eek:
wer es nicht zu kurzfristig sieht, der deckt sich halt mit Rande sukzessive ein,unabhängig davon ob er nochmal schwächer tendiert...
so long...
... interessante Analyse, Michael.
Ich könnte mir vorstellen, daß die permanente Negativ Presse zu Südafrika bald ein Ende hat, einfach weil es langweilig wird. Und dann könnte die Nachfrage nach dem Rand langsam wieder steigen.
Allerdings glaube ich nicht, dass es bei Währungen - und speziell beim Rand - wirklich Haltelinien oder "Unterstützungslinien" oder so gibt. Das ist so eine Erfindung von Bankern, die sich gern an etwas festhalten möchten, obwohl es eigentlich nicht Fundiertes gibt. Solange ist es nun auch noch nicht her, da musste man für einen Rand 2 DM geben. Jawohl Freunde, so war es!
Pipo
Michaels Traum
30.05.2008, 10:49
Hallo Pipo,
das mit den DM 2,-- für einen Rand, mußt du mir aber mal zeigen,war das eventuell vor dem ersten Weltkrieg? wir sprechen ja hier auch vom Financial Rand,also der im Geschäftsleben üblich ist.Früher -lange ist es her-gab es parallel dazu- auch noch den Commercial Rand, der war um einiges höher.
Als Investor konnte man im wesentlich niedrigeren Financial Rand Anlagen kaufen, und erhielt nicht nur hohe Zinsen, sondern diese auch noch im höheren Commercial-Rand.Vielleicht meinst du das?
Egal ob bei Aktien /Edelmetallen /Rohstoffen oder eben auch Währungen,es gibt immer zwei Betrachtungen /Einfußfaktoren, die bei den wichtigen Marktteilnehmern Beachtung finden: 1. Fundamentalanalyse
2.Technische Analyse
Die technische Analyse nimmt aber immer einen höheren Stellenwert ein.Was nützt er dir wenn du 5 Argumente pro Rand hast,aber die technik etwas anderes "sagt", und danach wird in aller Regel konsequent gehandelt.
Es gibt gerade bei Währungen sehr oft Korelationen unter-/miteinander.Es ist müßig zu überlegen warum das so ist,wer schlauer als der Markt sein will, hat meistens das Nachsehen...
Die Analysen der Banker ist reines Blendwerk. Wortspielerein um zu suggerieren, sie wüssten etwas. Doch leider ist es nicht so. Das Lesen im Kaffeesatz ist nicht weniger zuverlässig.
als wir vor rund 25 Jahren nach Südafrika zogen, mussten wir 2 Mark für nen Rand hinlegen.
Pipo
Michaels Traum
30.05.2008, 11:13
...es tut mir leid das du mit deinem Geld so schlechte Erfahrungen gemacht hast...und natürlich ist jeder Banker unsisono gleich, so wie alle Menschen gleich sind.
... du machst auch gute Fortschritte auf dem Weg zum Klugscheisser und Vulgär Philosophen ... oder?
Michaels Traum
03.06.2008, 16:10
Hi,
...der heutige Tag war in der Boxersprache, ein Tag an dem der Euro gegen
US-$, "angezählt" wurde,er taumelt, aber er ist noch nicht k.o.:cool:
Ein gefährlicher Aufwärtshaken ging ohne große Gegenwehr an den "Eurokopf".:(
Nachdem auch die "Rand-Zuschauer" das Ganze mitbekamen,gingen auch sie
ihrerseits in die Offensive. Im Schatten des (einst) großen Dollars,versetzte
dieser kleine Rand,dem Euro auch noch einen Leberhaken.
Das war die 2. wichtige Runde die zu Lasten des Euros ging, binnen weniger Tage...
was ist passiert? :confused: ziemlich einfach und logisch: der graubärtige US-Notenbänker
findet den Dollar Verfall inzwischen nicht mehr so lustig.Über den Verfall der US Währung, wurde reichlich Inflation importiert, das kann einem Notenbanker
nun wahrlich nicht erfreuen.Will heißen: die Phase der Zinssenkung ist vorbei,
und das Augenmerk richtet sich verstärkt auf die Bekämpfung der Inflation.
Diese kann man aber nur (glaubhaft) durch Zinserhöhungen bekämpfen, was ergo,
tendenziell wegen der sich dann ausweitenden Zinsdifferenz, einen steigenden
Dollar zur Folge hätte.Der Rand würde dann quasi "im Windschatten" mit begünstigt....:)
Gruß
Michael, es ist ein Irrtum, wenn du glaubst, der Rand hänge am Dollar oder am Euro. Vielleicht eher noch am Euro, weil der Euroraum grösster Handelspartner Südafrikas ist. In Wirklichkeit folgt der Rand aber eigenen Gesetzen, nämlich der Politik der Reserve Bank mit ihrem exchange control System, das den internationalen Zahlungsverkehr überwacht. Und die Reserve Bank setzt sich in bestimmten Abständen mit führenden Wirtschaftsvertretern zusammen, und dann wird die Marschrichtung festgelegt. Die Politik darf auch ein wenig - aber nicht sehr viel - mit hineinreden.
Gnubsch
Michaels Traum
03.06.2008, 19:23
Hallo gnubsch,
schön, mag kontroverse Ansichten.Es war schon immer so, was die einen verlieren, gewinnen die anderen.
Dann schau dir mal die Korelation zwischen Dollar und Rand an,ein simpler chart genügt dazu.Es gibt keine Notenbank-egal welche- die in der Lage wäre durch Überwachung der Zahlungsströme,diese zu verändern.Der Markt regelt das ganz alleine.Eine Notenbank die sich mit Wirtschaftsvertretern zusammensetzt
und die "Marschrichtung" vorgibt, die kann auch gleich zur eigenen Beerdigung gehen.:cool:
Jede autarke Notenbank wird sich einen Teufel um die Meinung ihrer ach so schlauen Politiker scheren.Aber nicht jede Notenbank ist autark,das ist schon richtig.Als wir in Deutschland vor 20 Jahren einen Horst Tietmeyer hatten, vorher Schlesinger und Pöhl, da konnte reden wer wollte,die Herren wußten was sie taten-im Gegensatz zu ihren Politikern-.
Ich behaupte, das es ja keineswegs die Stärke des Euros war, die den Dollar in den Keller schickte-es war die Schwäche des Dollars selbst-!, das ist ein wesentlicher Unterschied.
Der langjährige ,und hochangesehene Amerikanische Notenbankpräsident A. Greenspan, war im Nachhinein gar nicht so genial wie die meisten dachten.
Auch er hätte die Immobilienblase erkennen müssen, das war wahrlich nicht schwer vorherzusagen.:p Leider hatte er nicht das Rückgrad gegenüber seinen jeweiligen Präsidenten.....Folgen sind bekannt.
In Deutschland gab es mal vor nicht allzulanger Zeit einen selbsternannten
Weltökonom aus dem Saarland.Ich meine seine Freunde nannten ihn Oskar...
in seiner Eigenschaft als deutscher Finanzminister (der Scherz schlechthin),
wollte er alle paar Wochen Einfluß auf die deutsche Geldpolitik nehmen.
Ergebnis: man ließ ihn höflich, aber bestimmt gegen die Wand rennen.
Notenbanken können Wechselkurse nicht annähernd "bestimmen", sie können
sie dürch Äußerungen abferdern und gewisse Signale setzen,die dann (hoffentlich) vom Markt so umgesetzt werden. Aber meistens ist gerade das
eine Herausforderung an die Spekulanten, genau das Gegenteil zu machen.
In den 70 er Jahren zwang ein gewisser George Sorros, das Englische Pfund gnadenlos in die Knie, und die Englische Notenbank bekam ihre Hilflosigkeit bis auf die Knochen zu spüren...
Alte Gesetze, wie Handelsbeziehungen, sind Schnee von gestern,die Finanzwelt dreht sich so schnell, das manch einer vom "Karussel" fliegt...
danke dir für deine Einschätzung,auch meine Meinung ist nur eine Einschätzung, nicht mehr und nicht weniger.
Gruß
Afrikavenn
03.06.2008, 19:47
Sehr guter Beitrag über die "brutale" Finanzwelt !!!
Gruss
Dirk
Bin zwar nicht direkt Experte auf diesem Gebiet, aber es kommt natürlich auch auf die Währung an, also auf die Geldmenge, die es da zu kontrollieren gibt. Und da kann man den Rand nicht mit dem Dollar oder dem Euro oder anderen grossen Währungen vergleichen. Natürlich lassen die sich nicht so leicht von Notenbanken steuern. Der Rand ist jedoch eine kleine Währung, die in der Tat stark von der SA Reserve Bank gesteuert wird. Nur aus diesem Grund haben wir ja die Exchange Control Gesetze, die speziell den Kapitalabfluss aus dem Land regulieren sollen. Vermutlich wäre der Rand schon oft von Spekulanten aufs Kreuz gelegt worden, wenn es diese Instrumente nicht gäbe.
Grüsse von Capeman
Noch ne Ergänzung: ich beobachte den ZAR ja nun schon seit vielen Jahren. In der Vergangenheit orientierte der Rand tatsächlich eher am Euro. In der letzten Zeit erscheint es mir jedoch auch oft so, dass der Rand mehr mit dem Dollar korreliert ist. Die Südafrikaner blicken übrigens in erster Linie auf das Britische Pfund.
Michaels Traum
04.06.2008, 08:38
Hallo Capeman,
Die einstige Welleittwährung Dollar, ist ja nur noch Spiegelbild der verfehlten
Amerikanischen Politik,monetär und auch auf vielen anderen Gebieten.
Der Euro hat den Dollar als Leitwährung abgelöst, und das zu Recht.Je stärker der Euro, desto schwächer alle anderen Währungen, inkl. des Randes.Dieser
hat zwar eigene Gesetze, das ist richtig,aber letztendlich kann keine Reserve
Bank den Verlauf der eigenen Währung beeinflussen,das wäre so, als wenn
die Metereologen das Wetter beeinflussen könnten.
Ich möchte nicht im Board der SA Reserve Bank sitzen.Ein Land was prinzipiell
alle Wirtschaftsverbindungen pflegen möchte,ist gut beraten,darüber nachzudenken, ob und in wieweit es in die heutige Landschaft passt,Zahlungsströme zu regulieren /reglementieren.
Als Investor muß ich mich doch fragen, wie kann ich mit meiner Investition umgehen/disponieren, wenn ich sie egal aus welchem Grund,mal wieder abziehen möchte.Solange die Rechnung der Investoren aufgeht, mag die Frage
nicht so relevant sein,aber was ist mit denen die vor einem halben Jahr eine kleine Villa in SA gekauft haben? Die haben wohl binnen kürzester Zeit horrende Verluste,sagen wir vielleicht 10% aufgrund der Immobilienkriese,und weitere 30% in der Währung, nicht schlecht Herr Specht.Und die die jetzt noch dick im Gewinn liegen, könnten sich veranlaßt sehen,zu verkaufen, bevor
die enormen Immobilienwersteigerungen der letzten Jahre, wie das Eis in der Sonne zerschmilzen.
Kurse werden immer vom Markt gemacht,Notenbanken haben nicht die Aufgabe
Kurse "zu pflegen", sondern ihre allerste Aufgabe besteht darin,Geldwertstabilität zu gewährleisten.Es wird der Tag kommen,wo die
Dämme brechen werden, wo keine "Geldüberwachung" dem Rand mehr hilft.
Ich könnte mir vorstellen,das die isolierten Engländer über kurz oder lang mit ihrer Währung ein Problem bekommen.
Gruß
Südafrika will aber genau das nicht: kurzfristiges Investment und das ständige Hinein und Heraus aus der Währung aus spekulativen Gründen. Man will langfristiges Investment und darum werden die moderaten Exchange Control Bestimmungen wohl bleiben. Ich habe den Eindruck, dass die meisten Banker in SA das auch ok finden. Gibt etwas mehr Sicherheit für den Investor. Südafrika will im wesentlichen seine Exportwirtschaft schützen, vor allem die Rohstoff Exporteure, und das ist der Bereich, wo in Südafrika richtig Geld verdient wird. Die paar ausländischen Hauskäufer etc sind ziemlich egal. Auch der Tourismus spielt übrigens gesamtwirtschaftlich keine grosse Rolle.
Michaels Traum
06.06.2008, 22:20
Hallo zusammen,
nachdem es hier verdächtig ruhig geworden ist, hier mal wieder etwas
"Diskussionssprengstoff" zum Thema Rand:
Der Rand konnte sein Stärke ,die er vor wenigen Tagen andeutete, nicht nachhaltig untermauern, im Gegenteil.Es tritt also nachdem die 11,60 zum Euro gehalten haben,Variante 2 ein, mit einem ersten von mir genannten Kursziel von 11,40,(soeben erreicht), es dürfte aber eher noch in Richtung 12,80 und mehr gehen,weil einfach zu viel Power im Euro ist.
Warum?
Nun ja, zwei Herren äußerten sich diese Woche zum Thema Zinsen.Zunächst war es die amerikanische FED, die andeuteten, die Zügel demnächst wieder anzuziehen, bevor die Inflation ausufert.Folge: Dollaranstieg ,Euro im Tief ca.1,5375 und schon hing sich der Rand dran.
Wie wichtig Glaubwürdigkeit einer Notenbank sein kann, erlebte man nun gestern
bei der EZB gegen mittag.Die EZB eh als Stabilitätshüter mit der wesentlich "ruhigeren Hand" bekannt, schockte die Märkte, indem sie für die allermeisten eine Zinserhöhung im Juli (vorsichtig) andeutete.Das reichte,um
jede Menge Profis auf dem falschen Fuß zu erwischen.Binnen 2 Stunden stieg der Euro auf 1,56 zum Dollar.Damit aber noch nicht genug,heute setzte er seinen Höhenflug fort, und erreichte fast die 1,58.Diese Äußerung war eher kontraproduktiv in Sachen Inflation,das Öl war kurz davor den "Genickschuss" zu bekommen (ähnlich wie Euro),und dann kam Herr Trichet...
Da es gerade in der jüngeren Vergangenheit eine Korrealtion zwischen Dollar und Öl gibt,Gleichung : steigt der Dollar, fällt das Öl und umgekehrt,rauschte das Öl geradezu explosionsartig um ca. 8 % binnen weniger Stunden nach oben.Sorry, normal ist das alles nicht mehr.
Es könnte aber der Beginn eines sogenannten Blow Offs sein, also eine zeitlich befristete irrationale Entwicklung die ein paar Tage, aber selten mehr als 2-3 Wochen andauert, bei der die Öleuphoristen sich dermaßen auf die Schenkel klopfen, das es schon (zu)heiß wird....bei soviel Hitze, bricht das (Öl)-Kartenhaus wohl alsbald zusammen,und wenn nicht dieses, dann weltweit die Wirtschaft,die sich dann alsbald vollends in eine Zweiklassengesellschaft spaltet.In Deutschland gibt es schon Familien die im Monat mehr für Benzin als für Miete ausgeben
Übertreibungen werden immer über kurz oder lang abgestraft und korrigiert..,also ruhig bleiben...
Grüße
Michaels Traum
06.06.2008, 22:22
sorry, muß heißen 12,40 und nicht 11,40
Afrikavenn
06.06.2008, 23:41
Denke auch das solcher Übertreibungen nicht ganz üblich sind, aber langsichtig denke ich mal geht es mit dem Ölpreis aufwärts. Auch wenn jetzt viele Spekulaten den Preis künstlich hoch treiben, kommen bald die Ferien und da gibt es bekannterweise auch kein billiges Benzin.
Aber wenn man bedenkt das 60 % der deutschen Männer übergewichtig sind, kann man ja mal vieleich am Wochende das Rad anstat des Auto nehmen....
Gruss
Dirk
Michaels Traum
07.06.2008, 07:40
Hallo Dirk,
...kann man ja am Wochende das Rad nehmen, genau das habe ich gerade getan, indem ich mir ein paar leckere Brötchen geholt habe...hmmmmmmmm,
lecker!
aktuell Euro, 1.52 Super, 1.48 Diesel
Gruß
Michael
Afrikavenn
07.06.2008, 23:26
Hallo Michael,
dass hört sich ja schon mal richtig gut an, so beginnt ein Tag doch schon viel besser, oder..:-) ?! Hoffe du hast das mit den 60 % nicht persönlich genommen !!!
Aber es ist wirklich ein wenig traurig zu sehen was sich in Deutschland die letzten 10 Jahre abgespielt hat. Es reicht mir schon wenn ich auf meinen Besuchen kurz das TV anmache, kann es wirklich nicht glauben das sowas sich "verkaufen" lässt !!!
By the way, Super 1.70, Diesel 1.80.....in Norwegen...
Gruss
Dirk
Michaels Traum
08.06.2008, 00:08
Hallo Dirk,
ich erschrecke mich jedesmal, wenn ich so wie heute, shoppen gehe.Soviele
häßliche, ungepflegte und dicke Menschen...,wozu auch bewegen?,die Krankenkasse wirds schon richten, ja auch das ist inzwischen in Deutschland erschreckend.
Doch, in Deutschland kannst du so ziemlich alles verkaufen:hier kauft man auch das vierte Handy, obwohl der Gerichtsvollzieher ein und aus geht.
Vielleicht haben wir hier in Deustchland uns zu sehr ein Beispiel an den Amerikanern genommen.Auch die gelten im Lande erst etwas, wenn sie möglichst mindestens 5 Kredite aufgenommen haben, egal ob Ihnen dann der 6. das Genick bricht...eigenartige Kriterien der Banken, aber wen wundert es, schließlich stehen sie ja fast alle selbst mit diesem Gedankenansatz, vor dem Ruin, es sei denn ein reicher Scheich, hilft mal kurz der Citibank aus ihrer Misere....da lob ich mir doch das gute, alte Bargeld!
Was machst du da denn so in Norwegen? es gibt inzwischen recht viele Deutsche, die nach Norwegen auswandern.Die zahlen ja wirklich gut, aber das Leben ist ja wohl auch nicht gerade ein Schnäppchen, oder?
Gruß
Michael
Afrikavenn
08.06.2008, 18:56
Hallo Michael,
ja, dass Thema Eigenvorantwortung ist für viele noch ein Fremdwort in Deutschland. Hier verlässt man sich halt auf den Staat das der Hilft wenn es einem schlechter geht. Mir tuen die Kinder leid die in solchen Verhältnissen aufwachsen.
Man hat heute wirklich den Eindruck das es sowas wie langsichtiges sparen nicht mehr gibt, es wird gekauft, ob Geld da ist oder nicht.
Wohne schon seit 8 Jahren in Norwegen, kan wegen meiner Frau hier her. Ist ein teures Land, aber man verdient auch ganz ok hier. Autos, Genuswaren kosten fast das doppelte hier wie in Deutschland. Und beim Zahnarzt bezahlt man auch alles selber.
Arbeite bei den Wasserwerken in Oslo als Techniker. Nebenher habe ich noch eine kleine Firma bei der ich Leute zuhause trainiere.
Gruss Dirk
Michaels Traum
08.06.2008, 20:04
Hallo Dirk,
sehe ich absolut genauso.Wer ein bischen Vorstellungskraft hat, der kommt nicht drumrum, das Deutschland in 30-40 Jahren, sich aus der 1. Liga vollends
verabschiedet.
Das Steuersystem ist eine Farce.Die Reichen werden immer reicher, der Mittelstand bricht langsam aber sicher, weg.Na, und "unten" gibt es eh schon Gedränge.
Angeblich gibt es in Deutschland einen Aufschwung.Das trifft leider nur für wenige Branchen zu.Und trotz unverhältnismäßig hohen Tarifabschlüssen, die der EZB die Zornesröte ins Gesicht treibt, bleibt am Ende des Monats, nichts übrig. Ich finde es amüsant, wie unsere Politiker,nunmehr das Kapitel Altersvorsorge heranziehen, freie nach dem Motto: bitte sparen! nur wie, und wovon?
Ich bin gespannt welche der beiden deutschen "Heiligen Kühe" demnächst dran glauben muß? Auto oder Urlaub?
Ja Dirk, sowohl Autos als auch Urlaub werden allzugerne finanziert.Bei Autos kann ich das ja noch in gewisser Weise verstehen, wenngleich ich seit geraumer Zeit das Gefühl habe, das der ein oder andere auffallend zittrig am Steuer sitzt.Naja und einen Urlaub sollte man sich auch gönnen,ist doch toll 14 Tage im Pool planschen,abends all inclusive mit Russen am Buffet (Guten Appetit!") und nach 14 Tagen fangen wir an den Kredit über 2 Jahre mit 12% zurückzuzahlen.Super!
Wollte immer mal nach Norwegen,Skandinavien ist bei mir ein weißer Fleck.
Ja, Genußwaren ist bekannt, Autos wußte ich nicht so.Also einmal im Jahr nach Deutschland kommen, zum Zahnarzt, und danach mal einen richtig in die Birne knallen...
so, jetzt ruft der Fußball...das wird ein heißer Tanz, da stecken viel Emotionen drin gegen Polen, tippe mal 2:1 für unsere Jungs
Grüße Michael
bakubong
08.06.2008, 21:40
so, jetzt ruft der Fußball...das wird ein heißer Tanz, da stecken viel Emotionen drin gegen Polen, tippe mal 2:1 für unsere Jungs
Ich habe 1 : 0 getippt. Wenn's also so wie jetzt (1. Halbzeit) dann wird alles gut. :)
bakubong
09.06.2008, 09:27
Kanada.
Ich war zwar noch nie in Kanada, aber wenn ich die Wahl würde ich die Mountie-Republik bevorzugen. :)
Ansonsten Indien, aber nur, wenn ich mindestens in der obersten Mittelschicht einsteigen darf. :cool:
Afrikavenn
09.06.2008, 19:43
Hallo,
guter Tip mit 2:1, habe selber 3:0 getippt....von Natur her Optimist...:-)
Ja, um den Mittelstand sieht es wirklich nicht gerade gut aus in Deutschland, aber wer weiss was die Zukunft bringen mang. Wir haben ja ziemlich lange auf grossem Fuss gelebt, und so kann es leider nicht weitergehen.
Zu Paco; Warum hast du die Jobangebote nicht angenommen ? Zurück nach Deutschland kannst du doch immer noch wenn es nicht klappt...?!
Habe wahrscheinlich ab November/Dezember von meinem Arbeitgeber aus die Möglichkeit für 6-9 Monate in einem Wasserwerk in Südafrika zu arbeiten. Früher hätte ich wahrscheinlich alles versucht dort gleich unter zu bleiben, aber mit 2 kleinen Kindern ist die Zukunft wohl sicherer in Norwegen....
Gruss
Dirk
Michaels Traum
10.06.2008, 10:19
Hallo Paco,
ich finde, das klingt alles ziemlich vernünftig was du da schreibst.Du machst dir Gedanken, und bist dabei durchaus realistisch.
Wenn wir mal das Thema Unruhen und Kriminalität relativieren, dann gibt es schon eine ganze Reihe von Hürden, die genommen werden müssen.Es sind ja eigentlich immer die gleichen Menschen die in SA vorstellig werden (können)
1.Praktikanten wohin man schaut
2."Abgesandte" einer Firma
3. Selbständige
4. Privatiers
5. Rentner mit genügend Taschengeld
Mir erscheinen die Aufenthaltskriterien bisweilen auch etwas eigenartig ausgelegt.
Ich kann ja verstehen, das man allzugerne Menschen ins Land läßt, die SA voranbringen, ihre eigenen Defizite beheben, und know how importieren.
Was aber ist, wenn ich in der Lage wäre, 10 Jahren in SA zu leben ohne je einen Rand verdienen zu müssen? warum gibt es diese hohen Anforderungen ans Vermögen? Sind denn 100.000,-- bis 150.000,-- Euro nichts? Gibt es nicht irgendwo eine Art Formel wo Südafrika sagt, o.k. du hast ein Vermögen von X, das reicht nach unseren Lebenhaltungskosten für einen Zeitraum von Y. Und solange gewähren wir die Aufenthalt.Solltest du in dieser Zeit eine Existens aufbauen, oder alternativ im Angestelltenverhältnis arbeiten, werden wir das neu berücksichtigen, und dann ggfls. daraus eine dauerhafte Aufenthaltsgehmigung machen.
Wenn ich dort Jahre meines Lebens verbringen würde, würde ich doch Konsument sein, meinen Tank füllen, und somit zum Steueraufkommen beitragen.Vielleicht würde ich mir sodann eine Wohnung /ein Haus kaufen,und auch hier bezahle ich meinen Obulus.Ich komme mir im Moment so vor, das ich in D angesehen und etabilliert bin, und in SA eine Art Bittsteller bin...bitte laßt mich rein, ich bin lieb, nicht kriminell und hinterlege auch das Rückflugticket...
Insofern hast du recht mit deiner Aussage, das es Länder gibt, die es einen leichter machen, sich dort niederzulassen.
Gruß
Michael
Michael,
ich finde deine Argumente bezüglich Aufenthaltskriterien absolut zutreffend und teile sie. Aber so ist es leider schon lange in Südafrika: nicht nachvollziehbare Einwanderungspolitik. Mal braucht man mehr, mal weniger weniger Geld für ein Permit. Ich kann daraus eigentlich nur schliessen, dass Südafrika generell nicht an weissen Einwanderern interessiert ist, es sei denn, sie kreieren eindeutig Jobs für Schwarze.
Grüsse
Vroni
Afrikavenn
11.06.2008, 19:14
Ja, es wird einem wirklich nicht einfach gemacht dort einzureisen !!!
Denke an 1988, als ich mehrer Wochen mit einer Anzeige der Südafrikanischen Botschaft im Geldbeute rumlief; Südafrika braucht deutsche Facharbeiter, kommen sie zu uns und wir erledigen alles für sie.....
Aber war wohl mit 20 nicht mutig genug, alleine nach Südafrika auszuwandern...:-(
Gruss
Dirk
Michaels Traum
11.06.2008, 22:15
Hallo Miteinander,
nun bin ich ein paar Monate dabei,Zeit ein Resümee zu ziehen, rein persönlich, nur für mich...
Mir hat es -wie man vielleicht sehen/lesen konnte- viel Spaß gemacht,auch,oder gerade wegen der ein oder anderen kontroversen Diskussion.
Ich bin aber an einem Punkt angekommen, wo ich feststelle, das es zwar unheimlich viele gute (und gutgemeinte) Tips und Ratschläge hier gibt,hier sei Pino ganz besonders erwähnt, aber auch andere,ebenso aber auch unser Administrator, der mit Ruhe,Weitsicht und vielen brauchbaren Argumenten, souverän durchs Forum führt.
All diese Tips und Ratschläge,beziehen sich aber (leider) nur für den Kreis von Menschen, die entweder als Tourist das Land bereisen wollen, oder es schon,wie auch immer geschafft haben,sich vor Ort über eine Aufenthaltsgenmehinung,niederzulassen.
Wenn jemand so wie ich, aber ernsthaft vor hat in diesem Land den Rest seines Lebens zu verbringen,dann beschäftigt mich (zunächst) nur eine Frage: WIE SCHAFFE ICH ES DIE UNGERECHTEN UND ZWEIFELHAFTEN Hürden der Einwanderung, zu meistern?
Bevor ich hier keinen Weg /keine Idee/ Zusage habe, ist alles andere eine Art Sandkastenspiel! Frei nach dem Motto: guck mal da, hier sind die Förmchen und der Bagger, den Sandkasten gibt es leider erst ab 250.000,-- Euro.Oder, fang doch mit 51 noch eine Schreinerlehre an. Selbst als kostengünstiger Praktikant käme ich nicht infrage, wer will schon einen 50 jährigen? jung/knackig und spritzig müssen sie sein, auch in Deutschland dachte man bis vor geraumer Zeit so....
Ich werde selbstverständlich in 2-3 Jahren auswandern, wer weiß, vielleicht sogar früher (spiele aber kein Lotto).
Ob ich bisdahin die SA-Kriterien erfülle,kann ich nicht vorhersagen.Bis dahin werde ich wie jede Woche, 1 x die Woche Englisch/Einzelunterricht nehmen (übrigens bei einem Kapstädter der 28 Jahre dort gelebt hat und nur 2 Jahre jetzt wieder in Wuppertal ist)-bevor er zu seiner Tochter nach Hout Bay zurückkehrt.
Ich wäre bereit, noch ein paar Jahre hart zu arbeiten,aber ich bin nicht bereit,mir meine (finanzielle) Lebensplanung, durch abenteuerliche, nicht nachzuvollziehende SA-Regularien, über den Haufen zu werfen.
Meine große Liebe ist halt Südafrika. Aber wie das Leben nunmal so mit einem spielt, es gibt immer eine zweite Liebe...ein anderes Land in Afrika, wo fleißige,ehrliche und nicht mittellose Menschen noch willkommen sind.Menschen die zwischen Schwarz und Weiß nicht unterscheiden, auch wenn es grundverschiedene Kulturen, Ansichten und Mentaltitäten sind.
Ich werde von Zeit zur Zeit hier reinschauen und still für mich lesen.:cool:
Danke an alle die mich ertragen haben:)
Gruß
Michael
Wenn jemand so wie ich, aber ernsthaft vor hat in diesem Land den Rest seines Lebens zu verbringen,dann beschäftigt mich (zunächst) nur eine Frage: WIE SCHAFFE ICH ES DIE UNGERECHTEN UND ZWEIFELHAFTEN Hürden der Einwanderung, zu meistern?
Gruß
Michael
Wo ist das Problem. Hab glesen du bist bei einer Bank. Freunde von mir sind als Rentner in Knysna und haben eine Daueraufenthaltsgenehmigung. 2.500Euro Rente reichen im Monat dann bekommst du die und als Bankangestellter erreicht man diese Rente doch locker.
Afrikavenn
12.06.2008, 20:48
Sporty, denke mal das Michael noch nicht in dem Alter ist in dem er in Rente gehen kann, oder täusche ich mich da ?
Knysna ist zwar ein schöner Ort, aber auch sehr teuer weil gerade da viele Deutsche oder andere Ausländer die Preise hochgetrieben habe.
Es gibt Gegenden in Südafrika das lässt es sich bedeutend billiger leben und man "spührt" das man in Afrika ist. Aber das ist ja Geschmacksache.
Dir Michael wünsche ich viel Glück bei deinem Unternehmen "Südafrika".
Immer an sein Ziel glauben, dann kommt man auch an..:-) !
Gruss
Dirk
Tag Michael, auch wenns dein Traum ist nach SA auszuwandern, tus nicht. Bin mir sicher das du dir keine Privatarmee leisten kannst. Alle meine Bekanntschaften die da unten leben, raten davon ab. Nur die optimistischen Forums-Traumtänzer und
"Geldigen" die schon in SA leben schmieren weiter Honig ins Mäulchen:D . Du kannst dir ja denken was in einigen Monaten in Simbabwe los ist und was das für
Afrika insgesamt kann man als Weisser in nächster Zeit erst mal vergessen. Aufkeimender "Black-Power" Nationalismus und Globalisierungswahnsinn dürften alle Hoffnungen für auswanderungswillige "Weisse" zerstören. Vielleicht klappts wenn du mit ner Großfamilie hingehst wie die Chinesen & Inder.:p
Jetzt platzt mir doch der Kragen und ich musste mich anmelden und nicht nur lesen.
Wir wohnen seit 5 Jahren in Mossel Bay. Paco warst du schon mal dort, NEIN. Denn dann würdest du sehen dass dort zu JEDER Tages- und Nachtzeit Leute unterwegs sind und die Kinder auf der Strasse spielen. Einen Strandspaziergang nach dem Abendessen, kein Problem. Immer und überall sind Jogger unterwegs, ohne Bodygards und Pumpgun. Elektrische Zäune rings ums Haus, nicht notwendig. Kriminalität gibt es immer und überall aber wenn man Paco hört meint man ganz Südafrika kann nur mit einer Armee bereist werden, das ist pure Polemik. Und Orte wie Mossel Bay gibt es in ganz Südafrika, manche Orte sogar ohne einen einzigen Zaun ums Haus und alle Bewohner leben noch.
Und wenn jetzt ein paar Weisse nicht damit zurecht kommen, dass sie die schwarzen, bunten oder wie auch immer nicht mehr ausbeuten können, dann ist das ihr Problem. Leute wie du machen durch ihre Polemik alles nur noch schlimmer, statt in die Hände zu spucken und dieses noch so junge und jetzt demokratische Land nach vorne zubringen.
van der Merve
18.07.2008, 20:24
hallo Pipo3,
hab gerade im forum gestöbert und bin auf deinen bericht gestoßen,
den ich nur bestätigen kann.
kann mich noch genau an 1971 im januar erinnern, da mussten wir 5 Mark für nen Rand hinlegen.
regards
vdm
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