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Vollständige Version anzeigen : Bürgerkrieg in Südafrika?


Christian77
07.08.2008, 21:55
Hallo!

Die Zeiten werden härter im südl. Afrika...Kommt es nach Zimbabwe auch in Südafrika zu einer schweren Krise?
Hier ein Link von heute:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,570459,00.html

Gruß Christian

Crossways
07.08.2008, 22:23
Hallo Christian,

danke für den Hinweis auf den Artikel. Habe mal sämtliche Stellungnahmen gelesen.

Ist es nun wirklich so, dass Dr. Günsche überteibt? Sind die negativen Kommentare selbst von den "Einheimischen" einseitig ? Verwunderlich ist, dass kein einziger positiver, visionärer Beitrag zu finden ist und das alle das Chaos für vorprogrammiert halten. Mit destruktiven Analysen sind alle schnell bei der Hand. Klar jeder weiss was, aber wo liegt die Wahrheit ?

Mann oh mann ist das schwierig. Ich trage mich mit dem Gedanken nach SA auszuwandern und meine letzten Jährchen, mögen es noch viele sein, dort in Ruhe, mit ein wenig Arbeit - unbelastet von deutscher Poliktik mit all ihren Facetten für die Zukunft - zu verbringen. Da sind solche Berichte natürlich eher demotivierend.
Vom sicheren Regen in die unsichere Traufe ?

Gibt es denn niemanden, der noch positiv in die SA-Zukunft schaut ??

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Crossways
07.08.2008, 23:01
Hi JMK,

neben Dir gibst es noch einen :D

Sehr guter Beitrag.

guckst du hier http://jensvonwichtingen.wordpress.com/2008/08/07/gedanken-zu-einem-artikel-im-spiegel/

Ich finde es sind nachvollziehbare Gedanken und sehr gute Vergleiche.

googelt, so werdet Ihr finden ;)

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bakubong
08.08.2008, 10:43
Wie immer liegt die Wahrheit und somit auch die Zukunft wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Die Medien haben noch gar nicht richtig begonnen sich mit Südafrika zu beschäftigen. Das wird erst passieren, wenn die Olympischen Spiele in Peking vorbei sind. Der deutsche Leser sollte schließlich nicht überfordert werden. :rolleyes:

Kurz bevor die WM in Südafrika beginnt, werden die positiven Berichte dann doch überwiegen, letztendlich geht es doch um viel Geld.

Die Gedanken aus Jens Artikel finde ich sehr interessant. Ich denke, aber dass die Probleme in Südafrika doch etwas anders gelagert sind, was sich schon alleine aus der Aufstellung der Bevölkerung ergibt. Was das aber wirklich für die Zukunft bedeutet, wird nur die Zukunft zeigen. ;)

Safan
08.08.2008, 23:55
Der Beitrag von Jens ist nicht von schlechten Eltern. Motto: Wer mit dem Finger auf andere zeigt hat vielleicht selber noch mehr Probleme. Natürlich gibt es in Südafrika Probleme - wie überall. Obwohl ich innerlich mit meiner alten Heimat verbunden bin und immer sein werde habe ich mich eines Tages entschlossen zu gehen, weil mich viele Dinge gestört haben ... und ein paar der besten Jahre gehabt. Eine krisenhafte Zukunft sehe ich leider eher für Deutschland, um einmal bei Vergleichen zu bleiben. Die Entwicklung zeichnet sich deutlich ab und man beharrt immer noch ungelenkig auf den alten Kurs, zu arrogant und zu blind im Vertrauen auf die vermeintlich überlegene Lebensweise, zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um zu bemerken, wie clevere und modernere Staaten vorbeiziehen und Vorteile auszunutzen. Wohin gehen denn jährlich 100 000 teuer ausgebildete Akademiker? Und mit ihnen das einzige, was Deutschland zu bieten hat: Know-how. Wer will (und kommt) ins Land und wer nicht? Negativen Artikel über Krisen im Ausland lenken da schon sehr gut ab und erreichen hier und da, was die Politik nicht schafft: Suchende nach einer Alternative zu überzeugen wie schön es im Gartenzwergenland letztendlich doch ist. Hier bekomme ich eine Krise.

pinarello
09.08.2008, 09:07
Wer mit dem Finger auf andere zeigt hat vielleicht selber noch mehr Probleme. Natürlich gibt es in Südafrika Probleme - wie überall. Obwohl ich innerlich mit meiner alten Heimat verbunden bin und immer sein werde habe ich mich eines Tages entschlossen zu gehen, weil mich viele Dinge gestört haben ... und ein paar der besten Jahre gehabt. Eine krisenhafte Zukunft sehe ich leider eher für Deutschland, um einmal bei Vergleichen zu bleiben. Die Entwicklung zeichnet sich deutlich ab und man beharrt immer noch ungelenkig auf den alten Kurs, zu arrogant und zu blind im Vertrauen auf die vermeintlich überlegene Lebensweise, zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um zu bemerken, wie clevere und modernere Staaten vorbeiziehen und Vorteile auszunutzen. Wohin gehen denn jährlich 100 000 teuer ausgebildete Akademiker? Und mit ihnen das einzige, was Deutschland zu bieten hat: Know-how. Wer will (und kommt) ins Land und wer nicht? Negativen Artikel über Krisen im Ausland lenken da schon sehr gut ab und erreichen hier und da, was die Politik nicht schafft: Suchende nach einer Alternative zu überzeugen wie schön es im Gartenzwergenland letztendlich doch ist. Hier bekomme ich eine Krise.

Diese Art der Berichterstattung der etablierten Medien ueber SA hat eine lange Tradition, ohne echte Ansaetze fuer differenzierte Perspektive. Man suchte eigentlich immer etwas fuer's Resort "Fun und Unterhaltung" in marketingfaehiger Verpackung.

Man muss aber auch bedenken, dass man im Westen - und insbesondere in Laendern wie Skandinavien, Deutschland, Holland u.ae. gar nicht mehr mit der Wahrheit an die Oeffentlichkeit treten kann, weil die propagierten Lebensluegen in der allgemeinen Oeffentlichkeit (die so sehr von ihrer freien Meinungsbildung ueberzeugt ist) immense Krisen hervorrufen wuerde.

Wir leben - wie das chinesische Sprichwort (eher als Fluch gemeint) besagt - in interessanten Zeiten. Vielen, denen das "spanisch" vorkommt, dient der Glaube, dass das Christentum die Menschheit retten wird als Trost. Dabei duefen sich wohl die lateinamerikanischen Kulturen, die im Schatten des Christentums ihren Werdegang beendeten, bereits als gerettet betrachten???

Das sich Ansichten und Werte (zum Beispiel diese ominoesen "Menschenrechte" dem sich scheinbar alles unterzuordenen hat) in der Zukunft aendern werden scheint fuer viele "Freidenker" unbestritten. Nur der Zeitrahmen ist schwer abzuschaetzen. Wie werden dann wohl die "entmuendigten Erwachsenen" mit ihren Lebenssituationen umgehen, wenn sie sich ohne "staatliche Bevormundung" mit der harschen, echten Realitaet auseinander zu setzen haben???

Wie gesagt . . . interessante Zeiten!

Pino